An der B 13 – zwischen Ansbach und Gunzenhausen – liegt der Markt Weidenbach, der bis 1972 zum Landkreis Feuchtwangen gehört hat und mit der Gebietsreform in den neuen Großlandkreis Ansbach kam.
Zusammen mit dem Gemeindeteil Triesdorf und der 1971 eingegliederten Gemeinde Leidendorf mit ihren sechs Gemeindeteilen zählt Weidenbach heute 3117 Einwohner. Der Markt ist als Kleinzentrum eingestuft und hat eine Fläche von 2171 ha (Höhenlage: 426 m).

845 wird in einer Urkunde König Ludwig des Deutschen dem Kloster Herrieden der Besitz des pagus (Dorf) Widenwang im Schwabfeldgau bestätigt. Damit ist wahrscheinlich Weidenbach gemeint. Die nächste urkundliche Erwähnung erfolgt in einer Urkunde des Bischofs Heinrich II. von Eichstätt von 1229, wonach Weidenbach als eichstädtisches Lehen genannt wird. 1624 wurde die Gemeinde zum Markt erhoben. 

Triesdorf wird zwischen 1192 und 1383 in 40 Urkunden genannt. Der Name wandelte sich von Tyrolfesbach, Trewesdorf, Trifesdorf, Triebsdorf und Triesesdorf zum heutigen Namen.

Ausgangs des 13. zum 14. Jh. erfolgen hier Erwerbungen des Klosters Heilsbronn. 1386 erscheint der Name derer von Seckendorff als Grundbesitzer eines Schlosses und Gutes in Triesdorf. 1454 erfolgte ein Neubau des Schlosses. 1469 übernahm Markgraf Albrecht Achilles von Brandenburg Schloß und Gut als Mannlehen. 1600 kaufte Markgraf Georg Friedrich den Seckendorffschen Besitz. Der Ausbau Triesdorfs zur Sommerresidenz der Ansbacher Markgrafen fällt in die Wirren des 30-jährigen Krieges. 1621/22 ließ Markgraf Joachim Ernst den Ort mit seinen 16 Bauernhöfen niederreißen, und es entstanden weiträumige Anlagen, deren Ausbau bis Ende des 18. Jahrhunderts währte.

Die Hauptgebäude dieses markgräflichen Landsitzes sind bis heute erhalten:

Das weiße Schloss mit seinen Stuckdekorationen, die holländischen Häuschen, auch Kavaliershäuschen genannt, das Falkenhaus oder Rote Schloss, das Reithaus, das Jägerhaus, das Forsthaus, der Marstall, die Stallmeisterei, das Hofgärtnerhaus, die ehemalige Menagerie (heute Sitz des Instituts für Vogelkunde), die Villa Sandrina, der Meiereistadel, die Meierei und die Reste der das ganze Areal umgebenden roten Mauer.

 
 

 

1791 wurde Triesdorf preußisch und kam 1806 zum Königreich Bayern. Die Bedeutung Triesdorfs als Bildungszentrum geht auf die beiden letzten Markgrafen Carl Wilhelm Friedrich und Alexander zurück, die an der Hebung der Landesökonomie interessiert waren.

1847 wurde eine staatliche Ackerbauschule errichtet, aus der die heutigen Landwirtschaftlichen Lehranstalten entstanden. Örtliche Einrichtungen sind eine Volksschule, evangelische und katholische Kirche, Kindergarten, Kinderspielplätze und Sportzentrum.

 

 

Das Weidenbacher Ortsbuch

Als Einheimische, als Studierende, als Ehemalige, als Besucherinnen und Besucher. Wie lebten die Weidenbacher früher, welche Möglichkeiten bieten sich ihnen heute und welche Erwartungen haben sie an die Zukunft? Wie hat sich die Marktgemeinde entwickelt, wie das kirchliche Leben und die Weidenbacher Schule?

Ein großer Teil zeigt das reiche Leben der vielen Vereine von ihrem Beginn bis in die Gegenwart. Eine Häuserchronik des Hauptorts erzählt die Geschichten der Gebäude und ihrer Besitzer. Jedem Ortsteil ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Flyer

Das Werk zeigt auf über 400 Seiten vielfältige Facetten der Geschichte und der Gegenwart in der Marktgemeinde Weidenbach – reich illustriert mit mehr als 650 Fotos, zahlreichen Grafiken, Luftbildern und geographischen Karten.

Von einem Autorenteam in Zusammenarbeit mit zahlreichen ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürgern umfassend recherchiert und herausgegeben von der Marktgemeinde Weidenbach.

Hier finden Sie den Infoflyer

Herausgeber:
Markt Weidenbach, Triesdorfer Straße 8, 91746 Weidenbach
Tel. 09826/6220-0

408 durchgehend 4-farbige Seiten
Hochwertiger Festeinband
Umfassend illustriert
Über 650 Bilder und Infografiken
Übersichtskarten der Straßenzüge
Verkaufspreis: 25,– €

 

Erhältlich bei folgenden Verkaufsstellen:

■  Rathaus Weidenbach
■  „Schmidt's Basislager” Weidenbach
■  „Findelinchen” Weidenbach
■  Gemeindebücherei in Weidenbach
■  Vereinigung Ehemaliger Triesdorfer e.V.
■  Verein der Freunde Triesdorfs

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„Als Kreisheimatpfleger für Volksmusik und Brauchtum beim Landratsamt Ansbach, stelle ich seit Mai 2020 Sagen aus dem Landkreis auf meinem Youtube-Kanal ein (zu finden unter Youtube ’sagen legenden bräuche‘). Nun bin ich bei meinen Recherchen auf den Hochstapler Saint Germain gestoßen, der Ende des 18.Jahrhunderts eine kurze Zeit im Weißen Schloß zu Triesdorf, in Absprache mit Marktgraf Alexander, ein Labor betrieb. Glücklicherweise hat Eugen Schöler im Buch des Vereins der Freunde Triesdorfs auf ein paar wenigen Seiten das Leben des Grafen beschrieben. Diese Beschreibung diente mir als Grundlage für mein Video.

Herr Mavridis räumte mir die Möglichkeit ein seine Bilder von Triesdorf für mein Video zu nutzen. Dafür herzlichen Dank. Ich hoffe, dass alle Betrachter des Kurzfilms viel Spaß haben.“

– Helmut Baer, Kreisheimatpfleger