Umwelt und Naturschutz

Umwelt und Naturschutz

Dörfliche Gartenkultur
Im alten Dorfkern von Weidenbach sind unterschiedliche Beispiele alter und neuer dörflicher Gartenkultur zu sehen. Zwei Gärten aus der Barockzeit in der Triesdorfer Straße konnten erhalten werden. Der liebevoll gepflegte Garten der Familie Gögelein ist mit seiner streng-formalen Struktur einerseits und der bunten Pflanzenfülle andererseits ein klassischer Bauerngarten. Darüber hinaus zeigt er den Einfluss des Gartenstils der vornehmen Welt, in dem er einem fast elegant zu nennenden kleinen Gebäude wie einer markgräflichen Orangerie zugeordnet ist. Der andere Garten ist der Vorgarten des ehemaligen Schlösschens Plein Desir, auch Alte Hofapotheke genannt. Sorgfältig geschnittene Linden, Mauerpfeiler, das schmiedeeiserne Tor und der gerade auf den Eingang führende Pflasterweg betonen seinen repräsentativen Charakter.

Grüngestaltung von öffentlichen Flächen
Der Bürgergarten zwischen Kirche und Rathaus bietet Raum für Feste. Zum Beispiel wurde hier 2002 das historische Theaterspiel zur Gründung der Gemeinde aufgeführt, ein Gemeinschaftswerk der Vereine und vieler Bürger. Die Bürger beteiligen sich auch, wenn es um die Anlage von Kinderspielplätzen, um Aufräumaktionen oder Pflanzarbeiten an öffentlichen Plätzen geht.

Durch intensive Bemühungen, vor allem des Vereins der „Freunde Triesdorf und Umgebung“, wurde der Barockgarten hinter dem Roten Schloss renoviert, der Garten der Villa Sandrina wird folgen. Auch das Heckentheater soll am historischen Standort wiederbelebt werden.

Kulturlandschaft in Weidenbach
Mit Triesdorf besitzt Weidenbach ein einzigartiges Beispiel eines Landschaftsparkes, in dem das Nützliche mit dem Schönen verbunden ist. Trotz intensivster Nutzung durch die moderne Landwirtschaft und vor allem die Bildungseinrichtungen ist die Gemeinde zusammen mit dem Bezirk Mittelfranken bemüht, die notwendigen Eingriffe so zu gestalten, dass der Charakter von Triesdorf erhalten bleibt. Die ökologische Flurbereinigung von 1989 brachte eine Bereicherung der Flur mit der Schaffung von Feuchtbiotopen (Spessartgraben, Wannenbach), Gehölzpflanzungen, schmalen Heckenstreifen mit Lesesteinhaufen und Wegebegleitpflanzung mit alten Obstbaumsorten. Diese alten Obstbaumsorten werden seit Jahren in Triesdorf systematisch gesammelt und die Reiser kostenlos an die Bevölkerung abgegeben. So ist die Tradition der Obstbaumzucht in Weidenbach seit der Begründung der „Plantage“ 1792 ungebrochen. In Weidenbach-Triesdorf selbst fand von1964 bis 1976 eine Flurbereinigung statt. Seitdem der Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan 2001 in Kraft getreten ist, gibt es sichtbare Bemühungen, die Landschaft wieder zu bereichern: durch Neupflanzung von Hecken, Obstbäumen und schonendere Bewirtschaftung.