Sehenswertes

Sehenswertes in Weidenbach-Triesdorf

Das barocke Haus Bechhofener Staße 2 wurde circa 1740 im Stil der Ansbacher Hofbaumeister erbaut. Da die markgräfliche Sommerresidenz Triesdorf (zwischen 1600 und 1791) immer eng mit dem angrenzenden Ort Weidenbach verbunden war, befanden sich in Weidenbach eine Anzahl von Gebäuden, die zur fürstlichen Hofhaltung gehörten und die der Unterbringung von Hofpersonal dienten. Das vorbildlich renovierte Haus weist die für den Ansbacher Markgrafenstil typischen Gestaltungsmerkmale eines herrschaftlichen Gebäudes auf: harmonische Proportionen, Walmdach, rustizierte Ecklisenen, sparsame Gliederung durch Putzelemente.

Die barocke Friedhofskirche von 1737 zeigt die Handschrift des Hofbaumeisters Leopoldo Retty. Zusammen mit der Hofkirche prägt sie das Ortsbild von Weidenbach. Charakteristisch sind im Äußeren der Turm mit dem Doppelhelm und einige Epitaphe und im Inneren der in den Kirchenraum integrierte Kanzelaltar sowie ebenfalls einige Epitaphe. Eine dieser Grabplatten zeigt die Todesumstände des markgräflichen Büchsenspanners Fischer bei der Verfolgung desertierter Husaren.

Gögeleins Garten in der Triesdorfer Straße 25 ist ein klassischer Bauerngarten vor einem historischen Wirtschaftsgebäude. Er erreicht seinen Reiz ausschließlich mit gärtnerischen Mitteln. Dabei spielt die Spannung zwischen seiner streng symmetrischen Anlage und der individuellen Eigenart der einzelnen Pflanzen eine wichtige Rolle. Der Garten kommt ohne aufwendige Wegebeläge und ohne ablenkende Möblierung aus. Er lebt vielmehr durch die Liebe seiner Gärtner, der Familie Gögelein, zu den Pflanzen.

Das Schlösschen Plein Desir an der höchsten Stelle von Weidenbach wird im Volksmund auch Hofapotheke genannt, da sich hier in jüngerer Zeit eine Apotheke befand. Erbaut wurde das eindrucksvolle Haus – das an der Grenze zwischen Triesdorf und Weidenbach liegt – 1737 von dem markgräflichen Rittmeister und verdienten Falkenjunker Anton von Heydenab nach Plänen von Leopoldo Retty. 1756 kaufte es die Markgrafenwitwe Friederike Louise, die es ihrem Sohn Markgraf Alexander 1760 als Falknerei überließ.

Das Falkenhaus wurde 1732 als erste Baumaßnahme des jungen Markgrafen Carl Wilhelm Friedrich nach Plänen von Carl Friedrich von Zocha als Falknerei für etwa 60 Personen Falkenpersonal erbaut. Unter dem Markgrafen Alexander wurde das Haus ab 1759 zur Fürstenwohnung umgestaltet und wird seither auch Rotes Schloss genannt. Vom Baustil her war es im gesamten Fürstentum Ansbach ein einzigartiges Gebäude, da es weder dem damals gängigen Barockstil noch dem sonst üblichen fürstlichen Repräsentationsanspruch entspricht. In Erinnerung an Reiseeindrücke aus Holland hat Zocha hier ein zeitlos elegantes Bauwerk geschaffen.

Der Barockgarten an historischer Stelle mit dem kleinen Pavillon auf der Mauer, dem sogenannten Tränenhäuschen, gehört zum Ensemble des Roten Schlosses das zurzeit durch einen Querbau aus den 1950er Jahren gestört wird. Eine grundlegende Instandsetzung erfolgte in den Jahren 2008/09. Wesentliche Gestaltungsmerkmale eines Barockgartens sind die Einfriedung mit Hecken oder Mauern, die symmetrische Anlage eines oder mehrerer Wegekreuze mit Wasserspiel, geschnittene Gehölze, Spaliere mit Kletterrosen oder Obstgehölzen, Blumenbeete.

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